Nahles: Rente mit 73 ist Irrglaube

Wirtschaftsinstitut warnt vor sinkender Rente und höherem Beitrag

Berlin. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat Forderungen, das Renteneintrittsalter anzuheben, scharf zurückgewiesen. »Es ist ein Irrglaube, dass wir alle älter und fitter werden«, bekräftigte sie am Montag in Berlin ihren Standpunkt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln plädiert angesichts neuer Zahlen der Deutschen Rentenversicherung für einen späteren Eintritt in die gesetzliche Rente. Nach Angaben der Rentenkasse beziehen die deutschen Ruheständler so lange Rente wie nie zuvor, berichtete die »Bild«-Zeitung - Frauen 22,8 Jahre, Männer 18,78 Jahre (Bezugsdauer im Jahr 2015). 2005 erhielten Frauen im Durchschnitt noch 21,21 Jahre Rente, Männer 16,38 Jahre. Grund für die Entwicklung ist vor allem die steigende Lebenserwartung. Nur mit einem späteren Renteneinstieg werde verhindert, »dass die Rentenbeiträge steigen und das Rentenniveau weiter als geplant sinken muss«, sagte IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt gegenüber »Bild«. epd/nd

Kommentar Seite 4

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung