Syrische Kurden erobern IS-Hochburg Manbidsch

Nur noch wenige versprengte Dschihadisten in der Stadt / Islamischer Staat soll Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbrauchen

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die kurdisch-arabischen »Syrischen Demokratischen Kräfte« (SDF) stehen kurz vor der Befreiung der IS-Hochburg Manbidsch. Die Bündnismilizen besetzten nach eigenen Angaben am Dienstag das Zentrum der strategisch wichtigen Stadt im Norden Syriens. Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hätten sich aber noch im nordwestlichen Bezirk Sarab verschanzt und hielten Zivilisten als menschliche Schutzschilde in ihrer Gewalt, sagte der Sprecher des Militärrates in Manbidsch, Scherwan Darwisch. Rund 90 Prozent der Stadt seien aber befreit. Laut dem anwesenden Journalisten Wladimir van Wilgenburg sollen kurdische und arabische Kämpfer bereits mit Siegestänzen in den befreiten Bezirken begonnen haben. Geflohene Anwohner würden teilweise versuchen, wieder in ihre Wohnungen zurückzukehren.

Die kurdisch geführten und von den USA mit Luftangriffen und Spezialeinheiten unterstützten Verbände der »SDF« hatten Ende Mai ihre Offensive auf Manbi...


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