Ein Fragezeichen muss bleiben

Xavier-Marie Bonnot schickt seinen Ermittler Michel de Palma in die Sümpfe der Camargue

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

De Palma legte zwei kleine Plastebeutel auf den Tisch, in denen gut Heroin sein konnte. Morini wich zurück: »Was tun Sie da?« »Den Trick hat mir ein Kommissar aus Paris beigebracht, der stammt aus der Zeit der French Connection … Im Protokoll sind die beiden Beutel dann das, was ich direkt hinter der Theke neben der Knarre gefunden habe.« »Drecks-kerle …« Der Baron drückte Morini den Zeigefinger in die feiste Wange. »Red höflicher, Morini, das könnte brutal enden.«

Der Polizeiinspektor, als »Baron von Marseille« berühmt, ist, wie man sieht, nicht gerade zimperlich im Umgang mit Kriminellen. Derer gibt es viele in der Stadt. Sie bilden Hierarchien und Netzwerke, in denen die Polizei ihre Spitzel hat, und sie fechten blutige Bandenkämpfe aus. Dass es in Marseille eine solche Parallelgesellschaft des Verbrechens gibt, der Autor, Xavier-Marie Bonnot, scheint es eher normal zu finden. Man selbst denkt beim Lesen unwillkürlich darüber nach, ...


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