Roland Kaufhold 11.08.2016 / Kultur

«Ich habe gelernt, mit meinen Traumata gut zu leben»

Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli über die derzeitige politische Lage in der Türkei

Idam Isteriz« – »Wir wollen die Todesstrafe!« brüllten vor zwei Wochen mehrere Tausend aufgeputschte Türken auf der pro-Erdogan-Demonstration am Kölner Rheinufer. Dogan Akhanli, der schmalgliedrige, zerbrechlich wirkende und doch so ausdrucksstarke deutsch-türkische Schriftsteller lächelt etwas traurig, als ich ihn auf diese Szene anspreche: »Ich habe vor einigen Jahren noch gehofft, dass die demokratischen Kräfte gerade hier in Deutschland stärker sind. Viele von ihnen sind hier geboren.«

Wir sitzen in seiner kleinen Köln-Ehrenfelder Wohnung, wo er seit 20 Jahren lebt. Besuchen darf er die Türkei nicht mehr. 1991 war er nach einem Leben im Untergrund und Gefangenschaft auf abenteuerlichen Wegen nach Deutschland geflohen, von den traumatischen Erfahrungen schwer gezeichnet. Vier Jahre später beschloss er, nach einer unruhigen Nacht, Schriftsteller zu werden. Er begann mit dem Schreiben - und es gelang prächtig. Zwei seiner fünf au...

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