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Er steht bereits im zweiten Jahr an der Spitze der Topverdiener im Bundestag und findet sich gleich mehrfach in bester Gesellschaft: Der CSU-Abgeordnete Philipp Graf von und zu Lerchenfeld verfügt wie jeder zweite in seiner Partei über Nebeneinkünfte. Und als Landwirt bildet der 63-Jährige mit Johannes Röring und Albert Stegemann das Agrartrio ganz oben auf der kürzlich veröffentlichten Liste von Abgeordnetenwatch.

Der Gutsbesitzer, der seinen Wehrdienst unter anderem bei den Gebirgsjägern in Mittenwald absolvierte, gilt als Vertreter des deutschen Uradels. Sein Urgroßonkel war Ministerpräsident in Bayern, andere Familienmitglieder waren Diplomaten, Hofbeamte und Ritter. Er selbst gilt in der Politik nicht als Überflieger, sondern machte bei den Christsozialen eher sukzessive Karriere: Nach seinem Start 1990 im Gemeinderat Köfering wurde der überzeugte Katholik 2003 in den Landtag gewählt. Zehn Jahre später landete der gelernte Wirtschaftsprüfer in Berlin und wurde als Direktkandidat der Stadt Regensburg Bundestagsabgeordneter.

Mindestens 1 729 500 Euro hat der Finanzpolitiker seit der Wahl 2013 nebenbei verdient. Da die Abgeordneten ihre Einkünfte nur in Stufen eintragen, könnte das Zubrot noch höher liegen. Dennoch - der Graf gilt als einer, der seine Nebeneinkünfte zumindest transparent macht. Aufgezählt sind etwa Einkünfte aus Tätigkeiten bei Südzucker, Lorenz Bahlsen, der Baywa AG oder der Krones AG.

Und anders als seine Parlamentskollegen, betont von Lerchenfeld, habe er hohe Ausgaben für Beschäftigte, die den Hof bewirtschaften. Saatgut und Dünger für den angebauten Weizen, die Kartoffeln und Zuckerrüben seien auch nicht billig. Allerdings tauchen die 145 000 Euro EU-Agrarsubventionen für seinen 300 Hektar Gutshof in seinem Geburtsort Köfering nicht extra auf. Die durchschnittliche Betriebsgröße in Bayern liegt bei 34 Hektar, hier profitiert der Politiker von der noch immer an der Betriebsgröße orientierten Subventionspolitik. Davon kann man eine Menge Saatgut kaufen.

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