Werbung

Aufstand in Soweto

Bildungsrauschen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

1976 rebellierten in Südafrika schwarze Schüler gegen die Apartheid. Die blutige Niederschlagung der Proteste durch das Apartheid-Regime war ein Fanal für das Erstarken der Anti-Apartheid-Bewegung und ließ den African National Congress (ANC) zu einer starken politischen Kraft im Land werden. Im Rückblick wurde durch die Niederschlagung auch das Ende der Apartheid 1990 eingeleitet.

40 Jahre nach dem Aufstand beschäftigt sich faz.net mit dem Vermarktungscharakter, der seitdem mit der Bildung von Ikonen einhergegangen ist. Es war das Bild des sterbenden zwölfjährigen Hector Pieterson, das den «menschenverachtenden Charakter der Rassentrennung auf den Punkt» brachte und den Jungen zur Ikone erhob. Heute erinnert ein nach ihm benanntes Museum an die Niederschlagung des Aufstands, bei der 600 Menschen getötet wurden. In der Vilakazi Street, gelegen im heute «mondänen» Stadtteil Sandton, zeugen zahlreiche Denkmäler und Hinweistafeln davon. Es gibt einen Soweto-Tourismus.

welt.de lässt in einem Video Zeitzeugen zu Wort kommen, und dradiowissen.de wendet sich an die mittlere und jüngere Generation und sendet eine Stunde Geschichts- und Politikunterricht mit Experten, einer Talkrunde und eingeblendeten O-Tönen. Oupa Moloto, Mitglied der June 16 Foundation, einer Stiftung für die Bildung junger Menschen, war 1976 zwölf Jahre alt. Er resümiert auf spiegel-online.de: «Eigentlich ging es um die Einführung der Burensprache Afrikaans als verbindliches Unterrichtsfach in den höheren Schulen. Wir fühlten uns benachteiligt gegenüber den Weißen. Wir sprachen diese Sprache kaum, in der Grundschule wurden wir noch in unserer Stammessprache unterrichtet. Gegen die Ungerechtigkeit wollten wir kämpfen (...) Die Zeiten standen schon seit geraumer Zeit auf Sturm.»

Es war die Zeit des Umbruchs, weiß spiegel-online.de. Das Apartheidregime war aus der UNO ausgeschlossen. In Portugal gewann die sogenannte Nelkenrevolution, in den Kolonien Mosambik und Angola eroberten sozialistische Regierungen die Macht und in Rhodesien verloren die Weißen an Einfluss. «Südafrikas Regierung in Pretoria sah sich plötzlich von Gegnern umzingelt und isoliert, während die Schwarzen zusehends selbstbewusster ihre Rechte einklagten.» Zudem hatten die Widerstandsorganisationen ANC und PAC (Pan Africanist Congress) seit 1972 einen Beobachterstatus bei der UNO. Und so lag es auf der Hand, dass der UN-Sicherheitsrat in einer Resolution «das Geschehen in Soweto scharf verurteilte». (nzz.ch)

Kurier.at weist auf die heutige Situation hin, in der immer noch keine Gleichheit hergestellt ist. 2011 hatten 36 Prozent der Weißen, aber nur 8,3 Prozent der Farbigen einen höheren Bildungsabschluss. Und nach Darstellung des Kinderhilfswerk der UN (UNICEF) haben 27 Prozent der öffentlichen Schulen kein fließendes Wasser und 78 Prozent weder Bibliotheken noch Computer«. Lena Tietgen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen