Spurensuche im Herzinfarkt-Land

Forscher wollen Phänomen in Sachsen-Anhalt aufklären - welche Rolle spielen Sozialfaktoren?

  • Von Andrea Hentschel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Viele Raucher, hohe Arbeitslosigkeit oder Ärztemangel: Seit Jahren suchen Experten nach den Ursachen für die ungewöhnlich hohe Zahl tödlicher Herzinfarkte in Sachsen-Anhalt. Ein vom Statistischen Landesamt in Magdeburg jetzt vorgelegter Sonderbericht zu Herzkrankheiten belegt einmal mehr Sachsen-Anhalts unrühmlichen Spitzenplatz. Landessozialminister Petra Grimm-Benne (SPD) spricht von »erschreckenden Zahlen«.

Zwischen Altmark und Zeitz wurde im Jahr 2014 jeder fünfte Sterbefall durch sogenannte ischämische, also durch mangelnde Durchblutung hervorgerufene Herzkrankheiten verursacht. 953 Frauen und 1329 Männer starben an einem Herzinfarkt.

Zwar verringerten sich damit seit dem Jahr 2000 die Herzinfarkt-Sterbefälle je 100 000 Einwohner in Sachsen-Anhalt immerhin um 16,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt gab es allerdings zeitgleich einen Rückgang um 30,5 Prozent. Damit liegt Sachsen-Anhalt bei der Infarktsterblichkeit nach wie vor um knapp 6...


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