Werbung

Richtiger Rausschmiss

Martin Kröger 
zur Kündigung des Heimbetreibers PeWoBe

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Immer wieder PeWoBe. Über kaum einen anderen Flüchtlingsheimbetreiber haben wir in dieser Zeitung in den vergangenen drei Jahren so häufig berichtet wie über die »Professionelle Wohn- & Betreuungsgesellschaft«. Mal ging es um Gewaltvorwürfe gegen einen von dem Unternehmen engagierten Sicherheitsdienstleister. Ein anderes Mal informierte das Landeskriminalamt die PeWoBe über einen verurteilten Sexualstraftäter, der als »Security« in einer ihrer Unterkünfte arbeitete, in der viele Kinder lebten. Außerdem gab es Berichte über zu viel abgerechnete Personalkosten sowie Vorwürfe bezüglich der Hygiene und Belegung in einem Wohnheim.

Das Unternehmen bewirbt sich dagegen mit »humanen Verhältnissen« in den von ihnen betreuten Bereichen. Außerdem heißt es auf der Internetpräsenz der Firma: »Das PeWoBe-Betreuungskonzept baut auf das Können und Einfühlungsvermögen aller Mitarbeiter«.

Wer die von »BZ« und »Bild« veröffentlichten internen E-Mails gelesen hat, hat einen gänzlich anderen Eindruck bekommen. So viel Zynismus und Menschenverachtung, wie aus den veröffentlichten Briefen hervor geht, ist erschütternd. Und das sollen führende Mitarbeiter sein?

Der Senat hat am Sonntagnachmittag die einzig richtige Konsequenz gezogen: Alle Verträge mit der PeWoBe wurden fristlos gekündigt. Dass ein solches Unternehmen mit solchen Mitarbeitern Profit mit Flüchtlingen machen konnte, war auch schon lange untragbar.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!