Gardinen zu, wenn’s brenzlig wird

Kalt glitzernder Party-Chic und fluide Geschlechteridentitäten: Das Festival »Tanz im August« hat begonnen

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Auch in den 28. Jahrgang von »Tanz im August« geht man wieder mit großen Erwartungen, nachdem die 27. Ausgabe mit dem neuen Elan der 2014 berufenen finnischen Kuratorin Virve Sutinen überrascht hatte. Bis 2019 wird sie dem Internationalen Festival erhalten bleiben. Dass dies auch gut so ist, zeigt die Auswahl für das aktuelle Festival an acht Spielstätten, vom HAU bis zur Volksbühne. Präsentiert werden mit 24 Offerten aus aller Herren Länder, in Welt-, Europa- und Deutschland-Premieren, zahlreiche Künstler, die man hier noch nicht gesehen hat. Das lässt auf manche Entdeckung hoffen und thematisch auf die Suche nach Antworten auf eine phlegräisch gewordene Welt: Es brodelt allerorten, kommt zu eruptiven Ausbrüchen, tödlichen Attacken. Kunst kann nicht mehr nur ästhetisierende Nabelschau sein.

Seismografische Weltschau betreibt »Sunny« des Israelis Emanuel Gat. Zum souligen Hit gleichen Titels, der 1963 den Tod von Präsident Kennedy und ...


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