Gute Entscheidung im falschen Konsum

Michael Schlecht über die Empörung an der geplanten Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka

  • Von Michael Schlecht
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland weist schon jetzt eine hohe Marktkonzentration auf. Diese Marktmacht hat sich in den letzten Jahren noch verstärkt. Die nun geplante Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka würde diesen Trend unweigerlich fortsetzen. Die Kritik daran ist daher nachvollziehbar - doch sie läuft mangels Alternativen ins Leere.

Die Fusion von Edeka und Kaiser’s Tengelmann (Kaiser’s) findet in einer Branche statt, die oligopolartig strukturiert ist: Fünf große Unternehmensgruppen beherrschen rund Dreiviertel des Lebensmitteleinzelhandels. Darunter sind die beiden Großen Edeka (Marktanteil 21 Prozent) und Rewe (18 Prozent), aber auch die Discounter wie Aldi (16 Prozent) und die Schwarzgruppe mit Lidl (12 Prozent) sowie die Metro-Gruppe. Kaiser’s bringt gerade einmal einen Marktanteil von 0,6 Prozent auf die Waage. Allerdings ist das Filialnetz stark konzentriert in wenigen städtischen Gebieten, in denen ...


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