Kopftuchverbot ist rechtswidrig

EuGH-Generalanwältin

Die Entlassung einer Muslimin durch einen privaten Arbeitgeber wegen ihres Kopftuchs kann nach Ansicht der Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof (EuGH) Eleanor Sharpston rechtswidrig sein. In einem aktuellen Fall aus Frankreich befand sie, dass die betroffene Projektingenieurin unmittelbar wegen ihrer Religion benachteiligt worden sei, wie der EuGH in Luxemburg am 13. Juli 2016 (Az. C-188/15) mitteilte.

Es gebe keinen Hinweis darauf, »dass sie, weil sie den islamischen Schleier trug, in irgendeiner Weise ihre Aufgaben als Projektingenieurin nicht wahrnehmen konnte«, heißt es in den Schlussanträgen der Generalanwältin. Die Schlussanträge bilden einen unabhängigen Entscheidungsvorschlag für die Richter des EuGH. Das Urteil folgt einige Monate später.

Worum geht es in dem zweiten Streitfall?

Asma Bougnaoui hatte nach Schilderung des EuGH von Mitte 2008 an für eine französische IT-Firma als Projektingenieurin gearbeitet. Sie trug dabei ...

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