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Scheidung und Schopenhauer

Im Kino: »Alles was kommt« von Mia Hansen-Løve

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Titel dieses Films ist eigentlich ein Witz. Und nicht mal ein besonders guter. Denn was kann schon noch kommen für Nathalie (Isabelle Huppert), nachdem erst ihr Mann sie pünktlich zur Silberhochzeit für eine jüngere Frau verlässt, dann ihre depressiv-demente Mutter ins Heim muss und prompt verstirbt, zeitnah beide Kinder aus dem Haus sind - und schließlich ihr langjähriger Verlag Nathalies prestigeträchtige, aber nicht sehr marktgängige Schriftenreihe zugunsten von neueren, griffigeren, konsumfreundlich-bunten Werken aus dem Programm nimmt? Nicht mehr viel, sollte man meinen.

Aber Nathalie wird nicht nur von einer Frau gespielt, die immer noch und immer wieder so zeitlos erscheint, dass man sich das französische Kino vor Isabelle Huppert gar nicht mehr vorstellen kann. Nathalie ist außerdem auch Philosophin. Oder jedenfalls: Philosophielehrerin. Genau wie ihr Mann. Mit dem Unterschied, dass Nathalie auch im Alltag zu leben sch...


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