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Das Schulterklopfen, die Kränkung

Gertraud Klemm: Ihr Roman «Muttergehäuse» ist ein Aufschrei beleidigter Würde

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit wir versuchen, ein Kind zu bekommen, rechne ich. In Wahrscheinlichkeiten. In Eisprungzyklen. In 9-Monatszyklen. Falls ein Kind kommen würde. In Tagen bis zur Regel. Falls kein Kind kommen sollte.« - Der Text der österreichischen Autorin Gertraud Klemm hat die Authentizität eines Erfahrungsberichts und die sprachliche Wucht eines Romans. Die Offenheit fasziniert und wird manche Leser vielleicht gar erschrecken.

Weil hier von etwas Verhohlenem die Rede ist. Meist heißt es doch über kinderlose Frauen, sie hätten sich um ihrer Karriere willen dafür entschieden oder zu lange gewartet und wollten inzwischen schon gar keinen Nachwuchs mehr. Es sieht so aus, als sei es irgendwie ein Wohlstandsproblem. Ist es womöglich auch, nur in einem anderen Sinne. Es ist eine Not, die auch im Sozialen ihre Ursachen hat. Auf Menschen mit Kindern ist die derzeitige Arbeitswelt nicht eingestellt. Doch worüber kaum jemand spricht: Die Unfruchtbarkeit...


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