»Eigentlich ist es ganz ruhig hier«

Im Rostocker Stadtteil Groß Klein treffen Geflüchtete auf Arbeitslose und gut organisierte Rechte

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Der Rostocker Stadtteil Groß Klein liegt gar nicht so schlecht. Bis zum berühmten Ostseebad Warnemünde sind es mit der S-Bahn nur fünf Minuten. Und auch das Stadtzentrum ist mit der Bahn nur eine Viertelstunde entfernt. Trotzdem zieht man in die Plattenbausiedlung nicht wegen der schönen Lage, sondern wegen der billigen Mieten. Auf den ersten Blick wirkt das in den frühen 80ern entstandene Viertel wie alle anderen Großsiedlungen im Nordwesten der Hansestadt. Die Unterschiede zeigen sich erst auf den zweiten blick. Hinter dem Bahnhof liegt das Bürger- und Einkaufszentrum »Klenow-Tor«. Neben dem obligatorischen Fleischer, der Apotheke und einem Zeitungsladen findet sich hier auch ein Sozialladen der Arbeiterwohlfahrt. »Groß Klein hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil von hilfebedürftigen Personen, da es hier vergleichsweise günstige Mieten gibt«, weiß Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (LINKE). Die Mieten in Rostock zählen zu ...

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