Dunkel-Österreich hätte gerne pazifische Inseln für Flüchtlinge

Europäische Konservative favorisieren eine australische Lösung der Asylpolitik

  • Von Roberto J. De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die »pazifische Lösung« soll Europa wieder zu einer Insel der Seeligen werden lassen. Ohne Flüchtlinge. So jedenfalls schwebt es den europäischen Konservativen vor. Menschenrechtsbeauftragte, wo ist dein Einspruch?

Sie wären jetzt gerne eine Insel. Und das im Herzen Europas. Ausgerechnet Österreich, abgeschnitten von allen Weltmeeren, schmückt sich mit einem Außenminister, der ein Asylmodell herbeisehnt, wie es sich die Kontinentalinsel Australien verwirklicht hat. Österreich ist zwar bei der Verteilung von Meer zu kurz gekommen, und Kurz heißt dann auch jener Außenminister, aber hier sieht man mal wieder, wie sehr die europäische Idee von Zusammenhalt fruchtet: Selbst dieses Dunkel-Österreich, das Europa ablehnt, greift als Unionsmitglied gerne mal nach dem Meer der Nachbarn und verfügt über dessen potenzielle Zukunft als Asylunterkunft mit breitem Wassergraben. Australien mache das ja auch so. Und sind die Australier nicht eigentlich coole Surfer und Crocodile Dundees? Die machen doch nichts Fieses …

Doch wie sieht diese »pazifische Lösung« eigentlich aus? Es handelt sich um eine Reihe von Abwehrmechanismen, um Flüchtlinge nicht aufnehmen ...


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