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Jubel, Frust und Trauer

Deutschlands Hockeyspieler gewinnen Bronze, die Party endet früh, der Kapitän geht

Ein jähes Ende der Medaillenparty hat für Verstimmung bei den deutschen Hockeyspielern gesorgt. Nach dem spannenden 4:3-Sieg im Penaltyschießen gegen die Auswahl aus den Niederlanden und dem Gewinn von Olympiabronze hatten Moritz Fürste und Co. ausgelassen gefeiert. Ganz plötzlich, gegen vier Uhr morgens, war die Party dann vorbei: Im Deutschen Haus ging das Licht an. »Das war einmal GAR NICHTS @DOSB«, twitterte Fürste, der seine große Nationalmannschaftskarriere mit den Spielen in Rio beendet hatte. Das Deutsche Haus schließt normalerweise deutlich früher und hatte am Freitagmorgen schon ein paar Überstunden gemacht.

Lange vor der Party hatte Fürste äußerst emotionale Stunden erlebt. Kurz vor dem Anpfiff des Spiels um Platz drei gab er via Facebook seinen Rücktritt bekannt. »Ich war sehr nah am Wasser gebaut«, sagte der 31-Jährige, der in den Interviews nach seinem letzten Auftritt als Nationalspieler immer wieder tief durchatmen musste. »Ich bin vor allem dankbar, ein bisschen Wehmut ist aber natürlich auch dabei«, sagte er.

Den Deutschen Hockey-Bund schmerzt der Verlust seines Starspielers sehr. Mit Fürste verliert die Mannschaft nicht nur einen Spieler von Weltklasseformat, sondern gleich ihr Aushängeschild - das Gesicht einer ganzen Sportart. Fürstes Erfolge stehen für sich: Er ist Olympiasieger von 2008 und 2012, Weltmeister 2006, Europameister 2011, Sieger der Champions Trophy 2007 und 2014. Welthockeyspieler 2012. Und vor allem auch neben dem Platz eine Persönlichkeit, ein Mann mit einer eigenen Meinung. Diese bekam nun auch noch mal der Deutsche Olympische Sportbund zu hören: »Ein Deutsches Haus, das die Athleten rausschmeißt ... das muss uns einer erklären«, erwartet Fürste eine Antwort zum abrupten Ende der bronzenen Hockeyparty. SID/nd

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