Werbung

Die Blase, die keine war

Hermannus Pfeiffer über Versuche, den Immobilienboom einzudämmen

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bislang gab es keine Immobilienblase - für die Öffentlichkeit. Doch plötzlich merken Banken und Bundesregierung hörbar auf. Dabei geht es um mehr als um bezahlbare Mieten: Bedroht ist die Stabilität des Finanzsystems in Deutschland und Europa. Während die USA nach 2007 ihre Hausaufgaben gemacht haben, ist in Europa der Goldrausch ausgebrochen. Für ein Häuschen in den Speckgürteln von Hamburg oder München muss man schon mal eine Million Euro hinblättern, in London und Paris noch mehr.

Gleichzeitig finanzieren Banken in vielen Ländern Europas auf der Jagd nach Neugeschäften schon mal 110 oder 120 Prozent des aktuellen Werts eines »Zinshauses«, in dem zahlungskräftige Mieter wohnen. Die Spekulation dahinter: Immobilienpreise und Mietzins werden weiter steigen. Doch damit ist irgendwann Schluss. Dann platzen die Kredite, und die Banken werden wieder nach staatlichen Rettungsankern rufen.

Die Regierung startet jetzt eine Gesetzesinitiative, um wenigstens die heikelsten Exzesse zu stoppen. Erfreulich. Bedauerlich, dass Banken wohl lediglich ein Kreditregister anlegen sollen. Experten warnen vor einem »zahnlosen Tiger«. Aber das gefährlichste Problem lauert außerhalb der Landesgrenzen: In Dänemark, Italien oder Frankreich sind die Kreditregeln für Immobilien weit laxer als hierzulande. So ist auch die EU gefordert.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!