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Die Blase, die keine war

Hermannus Pfeiffer über Versuche, den Immobilienboom einzudämmen

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: 1 Min.

Bislang gab es keine Immobilienblase - für die Öffentlichkeit. Doch plötzlich merken Banken und Bundesregierung hörbar auf. Dabei geht es um mehr als um bezahlbare Mieten: Bedroht ist die Stabilität des Finanzsystems in Deutschland und Europa. Während die USA nach 2007 ihre Hausaufgaben gemacht haben, ist in Europa der Goldrausch ausgebrochen. Für ein Häuschen in den Speckgürteln von Hamburg oder München muss man schon mal eine Million Euro hinblättern, in London und Paris noch mehr.

Gleichzeitig finanzieren Banken in vielen Ländern Europas auf der Jagd nach Neugeschäften schon mal 110 oder 120 Prozent des aktuellen Werts eines »Zinshauses«, in dem zahlungskräftige Mieter wohnen. Die Spekulation dahinter: Immobilienpreise und Mietzins werden weiter steigen. Doch damit ist irgendwann Schluss. Dann platzen die Kredite, und die Banken werden wieder nach staatlichen Rettungsankern rufen.

Die Regierung startet jetzt eine Gesetzesinitiative, um wenigstens die heikelsten Exzesse zu stoppen. Erfreulich. Bedauerlich, dass Banken wohl lediglich ein Kreditregister anlegen sollen. Experten warnen vor einem »zahnlosen Tiger«. Aber das gefährlichste Problem lauert außerhalb der Landesgrenzen: In Dänemark, Italien oder Frankreich sind die Kreditregeln für Immobilien weit laxer als hierzulande. So ist auch die EU gefordert.

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