Gift für das politische Klima

In der Initiative zu einem neuen Zivilschutz sieht die Opposition die Gefahr einer Verunsicherung der Bevölkerung

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Während Zivilverteidigung und Wehrkunde in der DDR zur Routine in Schule und Ausbildung gehörten und inzwischen als Teil der Willkürherrschaft der SED gelten, ging es die Bundesrepublik locker an. Und im Prinzip sind noch die selben Regeln zum Zivilschutz an der Tagesordnung wie damals, in Zeiten des Kalten Krieges. Die allzeit drohende Gefahr gegenseitiger Auslöschung hatte außer für Wehrdienstleistende keine am eigenen Leib spürbaren Folgen; und auf staatliche Notfallreserven und Bunkeranlagen beschränkte sich die Vorbereitung der Zivilbevölkerung auf den »Tag x«.

Nach dem Ende der Blockkonfrontation fielen auch Teile dieser Notfallreserven, doch noch immer gibt es Lagerhallen voller Produkte, die im Notfall Ernährungssicherheit gewährleisten sollen. Getreide, Reis, Erbsen, Linsen und Kondensmilch türmen sich dort zu Überlebensmitteln und werden regelmäßig ausgetauscht, wenn sie sich dem Verfallsdatum nähern. Ein Ernährungssiche...


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