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Leipzigs Handballer erwarten ein schweres Jahr

Mit größerem Etat, Spielerkader und Betreuerstab will sich der SC DHfK in der Bundesliga etablieren

  • Von Anne Grimm, Leipzig
  • Lesedauer: 3 Min.

Das zweite Jahr soll ja angeblich das Schwerste sein - besonders viele Beispiele in der Handball-Bundesliga gibt es dafür allerdings nicht. Meist steigen die Neulinge sofort wieder ab. Der SC DHfK Leipzig will nach Platz elf und einem starken Auftritt in seiner Premierensaison beweisen, dass er auch im zweiten Jahr in die beste Liga der Welt gehört. »Die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 18 sind diesmal auf einem noch höheren Niveau und haben alle ähnliche finanzielle Voraussetzungen«, sagt Geschäftsführer Karsten Günther. Deshalb haben sich auch die Leipziger in allen Belangen breiter aufgestellt.

Der Etat ist deutlich gestiegen - von 2,2 auf 3,5 Millionen Euro, aus 150 sind inzwischen insgesamt 180 Geldgeber geworden. »Das breite Fundament kommt uns jetzt zugute«, sagt Günther. Der Verein musste kurz vor Saisonbeginn den insolvenzbedingten Ausfall des Großsponsors fluege.de verkraften. Die fehlenden 100 000 Euro im Etat sollen mit Losen gedeckt werden - die für 500 oder 1000 Euro verkauft werden. Die 16 Gewinner bekommen die ehemaligen Werbeflächen von fluege.de, also auf LED-Banden in der Halle und auf den Spielertrikots.

Auch der Kader ist breiter aufgestellt: 19 Handballer und damit zwei Spieler mehr stehen Trainer Christian Prokop zur Verfügung. »Wir sind auf allen Positionen mindestens doppelt besetzt und haben einen gesunden Konkurrenzkampf. Es soll unsere Stärke sein, jederzeit im Spiel reagieren zu können«, sagt Prokop. Dabei hat der 37-Jährige, der im ersten Bundesligajahr zum Trainer der Saison gewählt wurde, keine optimale Vorbereitung mit seinem Team absolvieren können.

Von den vier Neuzugängen war allein Tobias Rivesjö (HC Erlangen) die vollen sechs Wochen dabei. Der polnische Nationalspieler Andreas Rojewski (SC Magdeburg) stieß nach der Olympiavorbereitung und einem Extraurlaub erst Anfang August zum Team. »Die Mannschaft hat ein enormes Potenzial«, sagt der 31-jährige Rojewski. Der erfahrene Linkshänder soll nach dem Abgang von Publikumsliebling Philipp Weber neuer Siebenmeterschütze und Torjäger beim SC DHfK werden.

Kurz vor dem ersten Pflichtspiel am Sonnabend im DHB-Pokal verletzten sich zudem die beiden neuen Spielmacher Roman Becvar (Empor Rostock) und Europameister Niclas Pieczkowski (TuS Lübbecke). »Das ist bitter. Aber unserer Favoritenrolle im Pokal wollen wir trotzdem gerecht werden«, sagt Prokop. Bei einem Sieg gegen den Drittligisten SV Anhalt Bernburg spielen die Leipziger am Sonntag gegen den Sieger aus der Partie zwischen TuSEM Essen und der SG Langenfeld um den Einzug ins Achtelfinale.

Kleine Veränderungen gab es vor der Saison auch im Umfeld: Ein Fitnesstrainer sowie ein Ernährungsberater sind hinzugekommen. In der Geschäftsstelle wurde ein neuer Mitarbeiter angestellt, so dass sich inzwischen sieben Personen um die Belange der Grün-Weißen kümmern. Auch die Anhänger wissen die erfolgreiche Premierensaison zu würdigen - 1800 Dauerkarten wurden bereits verkauft - 400 mehr als zu Beginn der vergangen Spielzeit.

»Die Fans dürfen sich auf eine moderne und temporeiche Spielweise freuen«, kündigt der Trainer an. Die erste Ligapartie steigt dann am 4. September mit einem Heimspiel gegen den Bergischen HC. Bis dahin hofft Prokop auch auf die Genesung seiner zwei Spielmacher Becvar und Pieczkowski. dpa/nd

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