Leben bis zum Limit

Susana Fortes hat einen Roman über Robert Capa und Gerda Taro geschrieben

  • Von Sabine Neubert
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es sind drei Gesichtspunkte, die dem Roman von vornherein das Interesse von Lesern sichern dürften. Da ist zum einen der Spanische Bürgerkrieg, Vorhölle des Zweiten Weltkriegs, über den viele bedeutende Schriftsteller geschrieben haben, der bekannteste von ihnen Ernest Hemingway. Die Aus- und Nachwirkungen in Spanien beschäftigen große Gegenwartsautoren wie Javier Marías oder Carlos Ruiz Zafón noch immer (jüngst erschienen: »Weine nicht« von Lydie Salvayre). Da ist zum anderen der Name Robert Capa, dessen Foto »Tod eines Milizionärs« zum »berühmtesten Kriegsfoto aller Zeiten« (Susana Fortes) und zum umstrittensten wurde. Ob es authentisch ist, darüber wird noch immer gerätselt. Und da ist vor allem die Hauptperson des Romans, die Fotografin Gerda Taro, »die erste Frontfrau ihrer Zunft«, Geliebte, Mitarbeiterin und Managerin Robert Capas, die mutig und unerschrocken mit ihm zusammen zu Fotoreportagen nach Spanien ging, um der Welt die A...

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