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Der Tod in allen Ecken

Jochen Klauß beschreibt die gefährlichen Augenblicke in Goethes Leben

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Als das neue Jahrhundert anbrach, fürchtete man um sein Leben. Anfang Januar 1801 schrieb Schiller, dass «Goethe in diesem Augenblick sehr krank und seine Ärzte nicht ohne Furcht eines unglücklichen Ausgangs» seien. Es handle sich um ein «katharrhalisches Fieber mit einem heftigen Rotlauf, welcher sich ins linke Auge geworfen und mit einem schmerzhaften Krampfhusten verbunden» ist. Der Schweizer Arzt Frank Nager, der 1990 eine Studie über Goethe und die Medizin publiziert hat («Der heilkundige Dichter»), vermutet, dass es sich um eine Gesichtsrose handelte, vielleicht auch um eine Entzündung von Schädelknochen, verursacht von vereiterten Zähnen. «Es ist ein Krampfhusten und zugleich die Blatterrose», meldete Charlotte von Stein ihrem Sohn Fritz, «er kann in kein Bett und muß in einer immer stehenden Stellung gehalten werden, sonst will er ersticken.»

Goethe war durch üppige Mahlzeiten und starken Alkoholgenuss schwer und füllig ge...


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