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Wenn dein starker Arm es will

Frauen, Arbeiterinnenbewegung und Gleichberechtigung. Eine neue nd-Serie

Berlin. In den Gewerkschaften sind Frauen in der Minderzahl, aber es gibt Unterschiede: Im Osten liegt der Frauenanteil in den DGB-Organisationen laut aktuellen Zahlen bei 42,7 Prozent, im Westen sind es nur 31,2 Prozent der Mitglieder.

Das lässt sich unter anderem mit der schon zu DDR-Zeiten höheren Erwerbstätigkeit von Frauen erklären. Und vielleicht auch mit einem anderen Rollenbild. Die Probleme, auf die Frauen in der Arbeitswelt stoßen, sind aber in West wie Ost dieselben: geringere Löhne, von Männern dominierte Machtstrukturen, Nachteile aufgrund schlechter Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Viele Frauen arbeiten deshalb weniger - die im Schnitt um rund acht Stunden in der Woche geringere Arbeitszeit wirkt sich zum Beispiel auch in geringerer sozialer Absicherung aus. Frauen, so sagt es das Institut Arbeit und Qualifikation, zahlten so den »Preis für ein funktionierendes Familienleben«.

Dass das anders wird, ist nicht nur, aber vor allem ein Anliegen von Frauen, die in Gewerkschaften oder in der Politik engagiert sind. Eine davon ist Michaela Rosenberger, die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten. Jörg Meyer hat mit der 56-Jährigen über ihren Weg in die Gewerkschaft, über die Frauenquote und über männliche Seilschaften gesprochen - zum Auftakt einer Serie von Interviews mit Frauen in der Arbeiterbewegung und den Kampf um Gleichberechtigung.

Warum der unter anderem nötig ist, erzählt Michael Rosenberger im »nd«: »Mir hat mal jemand vor vielen Jahren gesagt: Wir Männer werden immer die Tarifverhandlungen führen, weil wir die Arbeitgeber auch auf der Toilette treffen.« tos

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