Zweibrückener Zweitkonversion

Die Kleinstadt träumte vom Flughafen - und musste sich etwas anderes einfallen lassen

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Schild an der A 8, das unweit der französischen Grenze im äußersten Südwesten den Flughafen Zweibrücken ankündigt, ist etwas irreführend. Denn wer sich über die Ausfahrt und vorbei an Gewerbegebieten schließlich dem Flughafenterminal nähert, findet gähnende Leere.

Der gebührenpflichtige Parkplatz, auf dem Autos für 25 Euro die Woche parken konnten, ist verwaist. Wie auch die Halle, in der Ankommende und Abreisende gleichzeitig abgefertigt wurden. »See you soon! Merci et à bientôt«, heißt es noch auf einem schlaffen Banner mit abblätternden Buchstaben. Es wurde vor zwei Jahren, als der Passagierverkehr überstürzt geendet hatte, offenbar vergessen. Nun erinnert es an scheinbar bessere Zeiten.

In den 1990er Jahren hoffnungsvoll als Konversionsprojekt der rheinland-pfälzischen Landesregierung aus der Taufe gehoben, war im November 2014 das endgültige Aus für den Verkehrsflughafen Zweibrücken besiegelt. Auf dem Militärflughafen hatten k...


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