Sehnsucht nach Tomaten

Internationales Team beendet einjähriges Mars-Experiment in einer Forschungsstation auf Hawaii

  • Von Ulrike von Leszczynski
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Am Ende sind es die kleinen Dinge, auf die sich Wissenschaftlerin Christiane Heinicke nach einem Jahr »Mars-Misson« freut: frische Tomaten - und ein Bad im Meer. 365 Tage lang hat die 30-jährige Geophysikerin aus Sachsen-Anhalt mit einem kleinen internationalen Team von der Außenwelt abgeschnitten in einer winzigen Forschungsstation am Hang des Vulkans Mauna Loa auf Hawaii gelebt. Raus in die karge Lavalandschaft auf 2500 Metern Höhe durften alle nur im Raumanzug. Am Sonntag ging das Experiment zu Ende. Es sollte zeigen, ob eine Crew so lange Zeit unter widrigen Bedingungen auf engstem Raum zusammenleben kann.

Die Liste für das Leben draußen ist lang: »Freunde und Familie wiedersehen, bei offenem Fenster schlafen, Fahrrad fahren, T-Shirts tragen, faul in der Sonne liegen, meine Haare wieder knalllila färben«, schreibt sie auf ihrem Blog. »Klingt alles banal? Genau das sind aber die Dinge, denen ich gerade mit Freudentränen in den ...


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