Antifa in Grün-Schwarz

Sebastian Striegel muss in der Kenia-Koalition Regieren und Straßenaktion vereinbaren

  • Von Max Zeising
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Holger Stahlknecht von der Union kalauerte über Sebastian Striegel einmal: »Er hat etwas von einer Zwiebel. Wenn er sich zu sehr häutet und zum ideologischen Kämpfer wird, kommen dem einen oder anderen in der CDU die Tränen.« Der Innenminister von Sachsen-Anhalt brachte mit dieser Metapher sein Verhältnis zum Grünen dezent auf den Punkt. Denn die politischen Unterschiede zwischen ihm und seinem Landtagskollegen könnten wohl kaum größer sein.

Sebastian Striegel, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Landtag, ist nicht nur Parlamentarier, sondern wird in der Öffentlichkeit auch und vor allem als Aktivist wahrgenommen. In Sachsen-Anhalt gibt es kaum eine Demonstration, auf der er nicht zu finden ist. Vor allem gegen Rassismus engagiert er sich - er ist sozusagen ein »grüner Antifa«. Insbesondere die Proteste gegen die jährlichen Naziaufmärsche in Merseburg wären ohne seine Mithilfe nie so erfolgreich geworden. Sein...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.