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Heimlicher Kandidat

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Bernd oder Bernd? Auf diese Frage hatte sich zuletzt das Gemunkel um den künftigen Landeschef und Spitzenkandidat der Niedersachsen-CDU zur Landtagswahl reduziert. Vom Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Ulf Thümler, auch gehandelt, ist in puncto Kandidatur kaum noch etwas zu hören. Und nachdem Landtagspräsident Bernd Busemann am Freitag erklärt hat, er stehe für den Landesvorsitz nicht zur Verfügung, bleibt sein jüngerer Namensvetter auf dem Tableau: Bernd Althusmann, von 2010 bis zum Regierungswechsel 2013 Kultusminister unter dem damaligen Ministerpräsidenten David McAllister.

Ihn wird Althusmann voraussichtlich am 26. November, dann wählt die Niedersachsen-CDU, im Amt des Vorsitzenden beerben. Und zugleich Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl 2018 werden. Noch ziert sich der heimliche Kandidat, wenn er auf das ihm zugedachte Amt angesprochen wird. Auch die CDU-Spitze gibt sich verschlossen. Bernd Busemann, das ist kein Geheimnis, favorisiert den Parteifreund, der allerdings nicht so viel Popularität genießt wie der Landtagspräsident oder gar der künftige Kontrahent, SPD-Regierungschef Stephan Weil.

Althusmann hat in dieser Hinsicht einiges nachzuholen. »Althusmann? Hatte der nicht etwas mit Schulen zu tun?«, werden sich vielleicht einige erinnern. Mit Schulpolitik könnte der ehemalige Kultusminister durchaus punkten. Ideologische Auseinandersetzungen um Schulformen möge er nicht, ließ er mal verlauten. Wenn es dennoch Wortgefechte in dieser Sache gab, verfiel er nicht in verbale Attacken wie die Polterer seiner Fraktion. Er hatte gute Worte auch für die Gesamtschulen, blieb aber beim CDU-Kurs: Sie seien keine Alternative zum Gymnasium.

In die Schlagzeilen geraten war Althusmann 2011 durch einen Plagiatsvorwurf gegen seine Doktorarbeit. Eine Kommission der Uni Potsdam stellte fest, die Beschuldigung habe sich nicht erhärtet, die Arbeit zeige aber »Mängel von erheblichem Gewicht«, die nicht guter wissenschaftlicher Praxis entsprächen.

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