Punk aus der Gesellschaftsruine

»89/90«: Am Staatsschauspiel Dresden erlebt der Roman von Peter Richter seine Uraufführung

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Fünf Minuten dauert es, bis sich sensible Seelen den vorab verteilten Lärmschutz ins Ohr stöpseln. Zum donnernden Sound der Dresdener Punkrockband Dÿse starten sechs Schauspieler die theatrale Reise in die »Gesellschaftsruine« DDR des Jahres 1989, und sie lassen den Erzähler inmitten seiner Schwimmbadschwärmereien und Rhododendronbuschscherze ebendiesen Sommer mit einem Satz feiern, den im vereinten Deutschland üblicherweise niemand aussprechen darf, ohne die antikommunistische Rute zu spüren: »Besser konnte es eigentlich gar nicht mehr werden.«

Der Erzähler, das ist der fast 16-jährige P., und nicht zufällig ist dies das Initial des Autors von »89/90«; jenem Roman, der - ebenfalls nicht zufällig - am Staatsschauspiel Dresden seine Uraufführung erlebt. Peter Richter, der hauptberuflich als Kulturkorrespondent der »Süddeutschen Zeitung« in New York arbeitet, hat mit dem Buch ein klassisches Memoir geschrieben von der Sorte, wie sie...

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