Schnee von gestern

Nach dem Dopingskandal empfahl das IOC, Weltmeisterschaften vorerst nicht nach Russland zu vergeben, doch die Biathleten durften es

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Oberhof ist gescheitert. Das war die Nachricht in den deutschen Medien zur Vergabe der Biathlon-Weltmeisterschaften 2020 und 2021 am vergangenen Sonntag, als der Thüringer Wintersportort bei seiner Bewerbung um die Titelkämpfe 2020 Antholz den Vortritt lassen musste. So etwas passiert schon mal. Die Niederlage kam auch nicht überraschend, bedenkt man die seit Jahren schleppenden Modernisierungsbemühungen der Arena am Grenzadler in Oberhof und den hohen Standard, der mittlerweile von WM-Kandidaten verlangt wird. Dass es aber auch einen kleinen Skandal gab, bekam hierzulande kaum jemand mit: Die WM 2021 wurde an Tjumen vergeben.

Die westsibirische Halbmillionenstadt hat zwar noch nie einen Weltcup ausgetragen, aber der Weltverband IBU will seit Jahren seine Ausrichterauswahl vergrößern und hatte Tjumen bereits für Europa- und Sommerweltmeisterschaften ausgewählt. Nun also das Flagschiff: die WM im Winter. Alles kein Problem, wäre da nicht...

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