Musik mit sozialem Kampf verwoben

Eine Jahrhundertkorrespondenz: der Briefwechsel von Käte und Hermann Duncker, herausgegeben von Heinz Deutschland

  • Von Rainer Holze
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er opferte die Musik zugunsten sozialdemokratischen Wirkens, begann ein Universitätsstudium und denkt nun, da er es erfolgreich abgeschlossen hat, daran, sich völlig dem heftigen Kampf mit dem kapitalistischen System in Deutschland hinzugeben, einem Kampf auf Leben und Tod. Seine Frau ist eine talentierte, überzeugte Rednerin, die die Massen in ihren Bann ziehen und sie mit anfeuerndem Wort entzünden kann … Ihr Talent wird von der Leipziger Fraktion der Sozialisten ausgebeutet … Mit beiden Ehepartnern habe ich mich eng befreundet: mit ihnen verband mich die Erhabenheit des Kampfes, bei der Musik und soziale Forderungen der Gegenwart miteinander verwoben sind.« Diese Einschätzung von Käte und Hermann Duncker entstammt den handschriftlichen Aufzeichnungen der russischen Musikpädagogin und Komponistin Valentina Seroff (1846-1924), die der Geschichtsprofessor Heinz Deutschland ins Deutsche übersetzt und in das von ihm nach intensiver, jahr...


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