Erdogan hat in Syrien Appetit auf mehr

Türkischer Präsident droht eine Ausweitung des Vormarsches seiner Armee im Norden Syriens an

  • Von Jan Keetman
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auf dem Rückflug vom G20-Gipfel in China hob der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wohl auch innerlich etwas ab. Seitdem die Türkei Truppen in Syrien hat, ist Erdogan als Gesprächspartner für die großen der Welt wichtiger geworden. »Wir sind nun in der Lage zu zeigen, dass wir in der Region präsent sind«, wurde Erdogan von begleitenden Journalisten zitiert.

USA-Präsident Barack Obama habe ihn darauf angesprochen, »etwas gegen Rakka zu machen«, die vom Islamischen Staat (IS) beherrschte syrische 200 000-Einwohner-Stadt. »Unsere Soldaten sollen zusammenkommen und wenn es nötig ist, etwas machen«, erklärte Erdogan dazu. Ein Vorstoß auf Rakka wäre allerdings schon ein tieferes Eindringen in Syrien und würde nebenbei eine türkische Armee in den Rücken des kurdisch-syrischen Gebietes bringen.

Was Erdogan an der Sache gefiel, war wohl vor allem, dass er auf ein so weitgehendes Unternehmen angesprochen wurde. Nach einem konkre...


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