Werbung

Geschichte wird gemacht

Start der Ausstellung »The Digital Archaeologist«

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die an diesem Freitag mit einer Vernissage (18 Uhr) im Studio Bumiller (Naunynstraße 68) beginnende Ausstellung »The Digital Archaeologist« der südafrikanischen Künstlerin Nicky Broekhuysen ist die zweite Ausstellung in der Reihe »Contemporary Interventions« der Bumiller Collection für frühislamische Kunst, die seit Juni 2015 eine Dependance in Kreuzberg hat.

Im Dialog mit ausgewählten Objekten aus der Bumiller Collection widmet sich Nicky Broekhuysen der Frage, wie wir Geschichte erzählen, erforschen und machen. Die Erfindung der Schrift bedeutete bereits einen Perspektivwechsel von der mündlichen Überlieferung hin zu einer fixierten Deutung, die durch das digitale Zeitalter abgelöst wurde und eine neue Phase der Geschichtsschreibung einläutete: Große Teile der Weltbevölkerung sind online verbunden und nehmen im Prozess des Lesens, Kommentierens und Teilens an Geschichtsschreibung teil. Die Überlieferungen haben sich zu etwas Neuem vereint, das uns wiederum verändert und so auch unsere Sicht auf Vergangenheit und Gegenwart.

Broekhuysen macht diesen Paradigmenwechsel erfahrbar. Federmappen, Tintenfässer und Siegel der Bumiller Collection aus dem Vorderen Orient des 10. bis 14. Jahrhunderts treffen auf Marmorplatten mit eingravierten Nullen und Einsen, die bei Broekhuysen wie frühzeitliche Hieroglyphen anmuten. Mit hoher Präzision schafft die Künstlerin Gemälde, die von einer möglichen Bedeutung der Kombination aus Nullen und Einsen, des sogenannten Binärcodes, vollkommen entkoppelt sind und somit in ihrer abstrakten Offenheit neue Wege auftun. Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober zu sehen. nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!