Übergewicht der grünen Realos

Die Spitzenkandidatenurwahl könnte für einen Flügel der Grünen sehr nützlich sein

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es sind provokative Thesen, die Robert Habeck über die Führung seiner eigenen Partei aufgestellt hat. Die Grünen seien geprägt durch ein Regelwerk, das aus Misstrauen gegen Macht und personellen Einfluss geboren worden sei, schreibt der schleswig-holsteinische Umweltminister in seinem am Donnerstag im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienenen Buch »Wer wagt, beginnt«. Habeck konstatiert »Eifersucht und mitunter Missgunst« in den engeren Parteigremien. Sein Rat an die Grünen ist, die Flügelkämpfe zu überwinden.

Dies wird aber wohl nur gelingen, wenn sich einer der beiden Flügel in der Partei durchsetzen und diese dominieren würde. Wichtige Voraussetzungen hierfür könnten durch die Urwahl geschaffen werden, welche die Grünen am Samstag bei einem Kleinen Parteitag in Berlin formell per Beschluss einleiten wollen. Denn drei der vier bisherigen Bewerber für die Doppelspitze, welche die Grünen im Bundestagswahlkampf anführen soll, si...


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