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Streiks: Gekommen, um zu bleiben?

Der Jenaer Soziologe Klaus Dörre hat die Arbeitskämpfe in Deutschland analysiert

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Deutschland gilt traditionell als streikarmes Land. Doch 2015 änderte sich diese Wahrnehmung schlagartig. In der Presse und Öffentlichkeit war plötzlich von der »Streikrepublik Deutschland« die Rede. Grund waren eine Reihe von zeitgleich stattfindenden Arbeitskämpfen: Bei der Bahn, der Post, Amazon, der Charité, Sozial- und Erziehungsdiensten, an Schulen, bei der Lufthansa und in vielen kleineren Betrieben wurde zum Teil wochenlang gekämpft. Und - auch das war neu - es wurde konfrontativ gestreikt. Voll- statt Teilzeit, Erzwingungs- statt Flexistreiks.

»Deutschland wird plötzlich als Streikland wahrgenommen«, stellte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Sommer 2015 warnend fest. Und als die Bundesrepublik auch von der »Süddeutschen Zeitung« so betitelt wurde, rieben sich viele Kommentatoren erstaunt die Augen. Eltern von Kita- und Schulkindern, Patienten, Fahrgäste, Post- und Amazonkunden mussten sich mit den...


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