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Mauer vor AfD-Wahlstand errichtet

30 Aktivisten protestieren in Berlin gegen den Rassismus der Rechtspartei

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Mauer vor AfD-Stand gebaut

Eine Hand schnellt vor, packt einen ganz in weiß gekleideten Aktivisten am Hals und schleudert ihn schließlich weg. Laute Rufe »Nationalismus raus aus den Köpfen« ertönen, als Freunde zu Hilfe eilen und den Aktivisten aus den Fängen des AfD-Mitglieds befreien.

Diese Szene spielte sich am Wochenende in Pankow/Berlin ab, als etwa 30 Aktivisten symbolisch eine Mauer vor einem AfD-Wahlstand errichteten. Ihr Ziel: den Ort als einen »rassistischen Tatort« markieren.

Wenige Minuten vor dem Zusammenstoß hatten sich die in Maleranzügen vermummten Aktivisten des Bündnis »Nationalismus ist keine Alternative« mit Pappkartons, Flyern und Megafon ausgerüstet, Richtung dem Wahlstand auf dem Panke-Fest aufgemacht.

Dort stellten sie sich vor die Rechtspopulisten, errichteten ihre Pappmauer, sammelten die AfD-Flyer von Passanten ein und versprachen diese ordnungsgemäß zu vernichten. »Wir glauben, dass es nicht mehr reicht, die AfD nur zu ignorieren. Besonders nach dem Wahlerfolg bei den Mecklenburg-Vorpommern-Wahlen. Wir glauben, dass es jetzt wichtig ist, aktiv zu werden und die AfD in ihrem Handeln zu behindern.«

Der Protest fand eine Woche vor den Wahlen in Berlin statt, bei der die AfD laut Umfragen mit 15 Prozent droht, in den Landtag einzuziehen.

Die AfD-Mitglieder reagierten gereizt auf den Protest und griffen einzelne Aktivisten an, obwohl die Demonstranten deutlich signalisierten, keine Gewalt gegen die rechten Parteimitglieder anzuwenden.

Nach wenigen Minuten löste sich der Protest auf und die Aktivisten entschwanden in alle Himmelsrichtungen. jab

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