Mord existiert hier nicht

Im Kino: »Das Geständnis« von und mit Bernd Michael Lade

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Sittenbild der DDR wollte er drehen, hat Bernd Michael Lade über seinen Film gesagt, eine Atmosphäre von permanent vorauseilendem Gehorsam porträtieren - vor allem für die, die nicht selbst dabei waren. Lade ist Hauptdarsteller, Autor (auf der Basis des Erlebnisberichts eines Ost-Kriminalisten, der unter Pseudonym über seine Arbeitszeit erzählt), Produzent und Regisseur in einem. Und »Das Geständnis« ist auch ein Versuch, nicht (dank des MDR-»Tatort«, in dem er an der Seite von Peter Sodann fünfzehn Jahre lang in Dresden und Leipzig ermittelte) zum »letzten Mohikaner der DDR« zu werden. Ausgerechnet er, der zu DDR-Zeiten als Punk unterwegs war, beinahe mal in Haft gelandet wäre und später auf Tour im Westen nur deshalb nicht hängen blieb, weil er die Chance auf Ausbildung nicht geringschätzen wollte, die ihm gegeben worden war.

Der vorauseilende Gehorsam aber, der färbt ab, hat Lade auch gesagt, im Gespräch mit einem Kritiker der Fi...


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