Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

»Kommen Sie mit in das neue Erlebnishaus«, schlug ein Bekannter Herrn Mosekund vor, »ich war schon dort, es ist seinen Eintritt wert«. Herr Mosekund hatte die Anzeigen gelesen, in denen unvergessliche Überraschungen angekündigt wurden. Er ließ sich überreden und war tatsächlich fasziniert von den optischen Täuschungen, mit denen die Architekten das Haus ausgestattet hatten. Kleine Zimmer erschienen riesig, Flure endeten scheinbar im Nichts und führten dann doch weiter, ein eigentlich großer Saal verursachte Platzängste. »Aber das Beste kommt noch!«, versprach der Bekannte, als Herr Mosekund alles gesehen zu haben meinte und die lange Treppe hinunter zum Ausgang nahm. Mittendrin gab eine Stufe nach, Herr Mosekund suchte Halt am Geländer, das aber zur Seite klappte, und er landete unter der Treppe in einer mit Schaumgummi gefüllten Grube. »Großartig, nicht wahr?«, rief der Bekannte und schnappte wegen eines Lachanfalls nach Luft. »Vielen Dank auch«, antwortete Herr Mosekund, »was für ein Treppenwitz.«

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