Dissonanzen an den Finanzmärkten

Die Zentralbank der Zentralbanken warnt vor neuen Risiken und verschärft die Regeln

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Dissonante Märkte« beklagt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht. Zwar hätten sich die Finanzmärkte rasch vom Schock durch das Brexit-Referendum in Großbritannien erholt. Doch der Preis dafür war eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken in den vergangenen Monaten. »Gleichzeitig warf die Dissonanz an den Märkten Fragen zu den Aussichten und der Bewertung der zugrunde liegenden Risiken auf«, mahnt Claudio Borio, Leiter der Währungsabteilung der BIZ. Die Zentralbank der Zentralbanken sieht die jüngste Entwicklung »mit sehr gemischten Gefühlen«.

Die Oberbanker in Basel hatten zu den wenigen gehörten, die vor der Finanzkrise 2007 gewarnt hatten. Nun zweifeln sie, ob die Preise für Immobilien, Aktien und andere Vermögenswerte »die drohenden Risiken« voll berücksichtigen. Die Zweifel hätten sich in den letzten Tagen verfestigt. Zugespitzt könnte ma...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.