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Abbas Khider aus Bagdad

Mainzer Stadtschreiber

Der Berliner Schriftsteller Abbas Khider ist zum Mainzer Stadtschreiber für das Jahr 2017 gewählt worden. Der Autor erzähle »in einer musikalischen und schlanken Sprache« anrührende Geschichten von Menschen, die unter Verfolgung und Vertreibung leiden müssen, begründete die Jury des Literaturpreises am Montag in Mainz ihre Wahl: »Er verleiht mit Sensibilität, Humor und Sympathie den Heimatlosen eine authentische, unüberhörbare Stimme.« Als 33. Mainzer Stadtschreiber wird der Deutsch-Iraker Nachfolger von Clemens Meyer.

Abbas Khider wurde 1973 in der irakischen Hauptstadt Bagdad geboren. Aktivitäten gegen das Regime von Saddam Hussein brachten den Sohn eines Dattelhändlers ins Gefängnis. Im Jahr 2000 floh der Iraker in die Bundesrepublik, seit 2007 ist er deutscher Staatsbürger. In seinem ersten Roman »Der falsche Inder« thematisierte der Autor seine eigene jahrelange Flucht. In dem Buch »Die Orangen des Präsidenten« schildert er den Irak seiner Jugendzeit. Khiders jüngstes Werk »Ohrfeige« erschien 2016. Für seine Arbeiten erhielt er bereits mehrere Literaturpreise.

Die vom ZDF, 3sat und der Stadt Mainz gestiftete Stadtschreiber-Auszeichnung ist mit 12 500 Euro dotiert. Der Mainzer Stadtschreiber kann zudem gemeinsam mit dem ZDF einen Dokumentarfilm zu einem frei gewählten Thema produzieren und für die Dauer eines Jahres in die Mainzer Stadtschreiber-Wohnung ziehen. epd/nd

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