Zu Besuch bei Hamburgs »neuen Spießern«

Unter den Laubenpiepern der Hansestadt wächst die Anzahl der jungen Leute mit höherer Bildung rasant

  • Von Volker Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Akkurate Hecken, kitschige Gartenzwerge, strenge Vereinsregeln - lange schreckte das Klischee einer genormten Spießerwelt Jüngere ab, sich einer Kleingartenkolonie anzuschließen. Heute entdecken gerade junge Familien ihre Sehnsucht nach eine Parzelle im Grünen, darunter überraschend viele Akademiker. Ein Besuch bei Familie Hanssen im Hamburger Kleingartenverein Döhrnkamp, die sich augenzwinkernd als »die neuen Spießer« vorstellt.

Zur Begrüßung wedelt Frieda hinter der Gartenpforte freudig-erregt mit dem Schwanz. Die Russell-Terrier-Dame ist Teil des Empfangskomitees, zu dem auch Anja (36), Björn (41) und Tochter Käthe (2) gehören. Hinten im Garten werkeln die Schwiegereltern von Björn herum. Der Weg zur frisch gestrichenen Hütte erweist sich als Hindernislauf, weil der mit der Sorte Boskop vollbehängte Apfelbaum den freien Zugang blockiert. »Den habe ich im Herbst zurechtgestutzt, jetzt trägt er prächtig«, sagt Björn, der alle Wassertri...


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