Caroline M. Buck 22.09.2016 / Kultur

Die junge Frau und das Meer

Im Kino: »Alice und das Meer« zeigt eine Frau in einer Männerwelt

Die meisten Filme, die von einer Frau gedreht wurden, unterscheiden sich nicht grundlegend von Filmen, die von einem Mann gemacht wurden. »Alice und das Meer« ist eine der seltenen Ausnahmen. Dieser Film handelt von einer jungen Frau, die sich oft und gern auszieht, die gern mit wechselnden Männern Sex hat - was der Film auch zeigt, ohne Scham, ohne Rüschen, einfach: zeigt. Sie betrügt ihren festen Freund, ohne ihn deshalb gleich verlieren zu wollen - eine selbstsüchtige und ziemlich wirklichkeitsblinde Haltung, die Frauen sonst gern für ein rein männliches Strukturprinzip halten. Die Überraschung dabei: »Alice und das Meer« ist, trotz reichlicher Bettszenen, nie bloß voyeuristisch. Und die Titelheldin Alice mag zwar viel falsch machen und trifft dafür beim Freund wie bei den Kollegen auch auf berechtigte Kritik. Aber sie macht immerhin keine falschen Versprechungen. Und sie bleibt sich selbst immer treu. Und der Film deshalb stets auf ihrer Seite.

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