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22.09.2016

»Da b'scheißt man sich nicht«

In der neuen TV-Serie »Moni's Grill« verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und realem Talk

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Mit »Moni’s Grill« wagt der Bayerische Rundfunk ein Experiment. Schauplatz ist das fiktive Lokal »Moni’s Grill« in München mit Wirtin Moni Schweiger (Monika Gruber, re.) und deren Schwester, der Köchin Toni (Christine Neubauer, li.). Ungewöhnlich ist das Format. In die derbe Satire ist ein reales Element eingebaut: in jeder Folge ist ein anderer Prominenter zu Gast, den Moni alias Monika Gruber beim Essen interviewt. Jan Freitag haben die beiden Hauptdarstellerinnen erzählt, wer auf ihrer Gästeliste ganz oben steht.

Frau Gruber, Frau Neubauer, Sie sind ja schon wieder ein bayerisches Paar der Gegensätze!
Monika Gruber: Wir sind schon unterschiedlich, haben aber wie in »München 7« Gemeinsamkeiten: Harte Arbeit, kein Privatleben und neben den Kindern noch Mama an der Backe, die dauernd auf Pornoseiten surft.
Christine Neubauer: Dass es bei dieser Nähe zu Zwistigkeiten kommt, ist da gar nicht der Dramaturgie geschuldet, sondern realistisch. Zumal unter Schwestern.
Gruber: Aber wenn uns jemand an den Karren pisst, stehen wir zusammen. Das ist eine Frage des Vertrauens unter Verwandten. Nach 14 Jahren in der Gastronomie weiß ich, wie viel besser das in ausländischen Restaurants funktioniert, weil die fast nur Verwandte einstellen. Da b›scheißt man sich nicht.

Monika Gruber war noch nie als Talk-Host zu sehen, Christiane Neubauer mehrheitlich in leichteren Heimatstoffen. Soll diese Serie ein bisschen an Ihrem Image schrauben, Frau Neubauer?
Neubauer: Nein, denn dieses Image beruht einzig und allein auf Vorurteilen. Deshalb hab ich mich eine Weile zurückgezogen, um zu schauen, wie lange es sich noch hält. Es behaupten ja nur noch wenige von mir, bloß leichte Sachen zu machen. »Moni‹s Grill« entspricht da meinem wahren Ich als Schauspielerin. Es ist eine Rückkehr zu meinen Wurzeln und Stärken, kein Imagewechsel.
Gruber: Bei mir wäre es schon einer. Weil ich keine Talkerin bin, hat mich die Rolle extrem gestresst; ich war neugierig, aber auch nervös. Die neun Gäste der ersten sieben Folgen kamen innerhalb einer Woche zu mir, und ich wollte mit jedem ein echtes Gespräch führen.
Neubauer: Die Weppers zum Beispiel wollten unbedingt guten Wein, während in der Küche wirklich gekocht wurde. Da war alles echt.

Haben Sie dafür vorab bei Götz Alsmann und Christine Westermann hospitiert?
Gruber: Nein, so gern ich »Zimmer frei« mag. Ich wollte nichts kopieren. Mir war wichtiger, was viele Talkmaster verlernt haben: Zuhören, eher reagieren als Fragen abarbeiten. Das kann sehr spannend sein.

Aber auch entgleiten.
Gruber: Da hat mich gleich Hella von Sinnen auf die Probe gestellt; wenn die zu erzählen beginnt, ist vieles dabei, was man so nicht im BR zeigen kann. Die scheißt sich gar nix!

Übersetzt: ihr ist alles egal?
Neubauer: Nein, aber sie will es nicht allen recht machen. Das schätze ich.
Gruber: Grad in unserer Empörungskultur übertriebener Political Correctness, wo es Briefe hagelt, man dürfe doch nicht über Lactose-Intoleranz lästern. Hella sagt, was ihr auf der Zunge liegt. Tolle Frau.

Warum wurde sie ausgewählt?
Gruber: Sie muss dem Publikum ein Begriff sein und mir das Gefühl geben, wir hätten uns was zu sagen. Die Ursprungsidee war ja, zwei Leute zum Essen einzuladen, von denen ich nicht weiß, wer es sein wird.

Wenn würden Sie gern einladen?
Neubauer: Arnold Schwarzenegger, der hängt ja ohnehin dauernd beim Schuhbeck rum.
Gruber: Ich fände auch Florian Silbereisen toll, mit oder ohne seine Helene.
Neubauer: Es ist immer toll, jemanden kennenzulernen, von dem man ein falsches Bild hat.

ARD, ab 22.9, 23.30 Uhr

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