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Bargeld im Umschlag

  • Von Eric Breitinger
  • Lesedauer: 2 Min.

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Der Autor, ein Wiener Neurologe und Spezialist für Multiple Sklerose, weiß, mit welchen Mitteln Pharmafirmen Ärzte umgarnen und manipulieren. Da sind Einladungen zu Kongressen, gern in Hawaii, Sydney oder Rio. Die Industrie übernimmt alle Kosten, inklusive Freizeitprogramm. Da sind Einladungen in firmeneigene Expertengremien. Der Autor schildert, wie er als neues Mitglied des »Advisory Boards« eines Herstellers bei einer Sitzung an seinem Platz einen Umschlag mit 1500 Euro vorfand, die Aufwandsentschädigung für den Abend. Alle Kollegen steckten die Umschläge ein, er nicht. In der PR-Broschüre der Firma fand er kurz darauf unter seinem Namen ein Lob auf ein Präparat der Firma, das er so nie abgegeben hätte. Ein weiteres Mittel ist die Nähe: Pharmareferenten kommen regelmäßig vorbei, bieten das »Du« an. Der Autor beschreibt, wie ihn eine Pharmareferentin mit tiefem Dekolleté und kurzem Rock anzüglich fragte, was sie für ihn persönlich tun könne, damit er mehr Produkte ihrer Firma verschreibe. Es gibt profundere Analysen der Werbemaschinerie von Big Pharma. Die Stärke dieses Buches liegt in der Erfahrung des Autors. Ihn ärgern die Lockrufe der Hersteller, die Ärzte nur hofieren, damit sie mehr ihrer Produkte verschreiben. Und ihn nerven Selbstüberschätzung und Ausreden der Kollegen, die glauben, immun zu sein für Verführungsversuche. Der Autor fordert: Fortbildungen sollten unabhängig von der Industrie sein, Ärzte sollten alle Zuwendungen transparent machen, Pharmareferenten sollten draußen bleiben aus Praxen und Spitälern. Die Behörden sollten Medikamenten-Tests durchführen, nicht mehr die Industrie, die Ergebnisse oft zu ihren Gunsten schönt.

Fahmy Aboulenein: Die Pharma-Falle. Wie uns die Pillen-Konzerne manipulieren. Edition a. 21,90 €.

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