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22.09.2016

Roms Olympiabewerbung kurz vor dem Aus

Bürgermeisterin Raggi: Olympische Spiele sind ein Alptraum / Nur noch drei Bewerber für Sommerspiele 2024

ff
Olympische Spiele bringen Städten außer Schulden nicht viel, meint nicht nur Roms Bürgermeisterin Raggi.

Rom. Nach Hamburg und Boston zieht wohl auch Italiens Hauptstadt Rom ihre Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele 2024 zurück. Nach dem Nein von Bürgermeisterin Virginia Raggi gibt es kaum noch Chancen, die Bewerbung weiter aufrecht zu erhalten. »Es ist unverantwortlich, Ja zu dieser Kandidatur zu sagen«, sagte Raggi am Mittwoch in Rom. »Olympische Spiele sind ein Traum, die sich an einem gewissen Punkt in einen Alptraum verwandeln«, erklärte sie.

Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni), Giovanni Malagò, erklärte, er nehme das Nein zur Kenntnis. »Wir werden weitermachen bis zum formalen Aus. Die Stadt und der Stadtrat müssen die Verantwortung für den Beschluss übernehmen.« Formal muss nun Roms Stadtrat noch über die Bewerbung entscheiden, wie Raggi erklärte. Malagò hatte bereits zuvor angekündigt, ein Nein würde das Ende aller Olympia-Träume in Italien für viele Jahre bedeuten.

»Wir nehmen keine weitere Hypothek auf die Zukunft Roms und Italiens auf«, sagte Raggi. Sie kritisierte, Kosten für Olympische Spiele seien stets viel höher als zuvor geschätzt, Olympia bedeute Schulden und später nutzlose Sportanlagen in der Stadt. »Ein gutes Geschäft für die Lobby, nur Schulden für die Bürger«, kritisierte sie. Malagò warf Raggi vor, falsche Zahlen zu den Olympia-Kosten zu verbreiten.

Der voraussichtliche Rückzug Roms ist ein weiterer Rückschlag für das Internationale Olympische Komitee (IOC), das im September 2017 in Lima den Gastgeber bestimmt. 2015 hatten Hamburgs Bürger in einem Referendum gegen die Bewerbung gestimmt, auch Boston stieg aus dem Rennen aus und wurde durch Los Angeles ersetzt. »Unsere Position ist nicht isoliert, andere haben das Gleiche getan«, sagte Raggi.

Schon beim Kampf um die Winterspiele 2022 hatten München, Graubünden, Stockholm und Oslo vorzeitig aufgaben. Olympia-Gegner werfen dem IOC Maßlosigkeit vor, die 51 Milliarden Dollar teuren Spiele in Sotchi 2014 wirken nach und haben das Image des IOC nachhaltig beschädigt.

Schon die Bewerbung der italienischen Hauptstadt für die Spiele 2020 war gescheitert, nachdem der damalige Regierungschef Mario Monti die Kandidatur mit Verweis auf die Finanzkrise zurückzog. Das angekratzte Image Italiens beim IOC dürfte mit dem erneuten Aus weiter beschädigt werden.

Die hohen Kosten und die schlechte wirtschaftliche Situation Roms sind auch das Hauptargument der Olympia-Gegnerin Raggi, die ihre Ablehnung bereits vor ihrer Wahl im Juni deutlich gemacht hatte. »Wir müssten weitere Schulden aufnehmen, das ist nicht haltbar«, sagte sie. Die Stadt sei hoch verschuldet und zahle noch immer für frühere Großereignisse. Zuletzt war Rom 1960 Gastgeber der Sommerspiele, in Cortina d'Ampezzo 1956 und in Turin 2006 fanden Winterspiele statt.

Damit bleiben mit Los Angeles, Paris und Budapest drei Bewerber für die Spiele 2024 übrig. Die Kandidatur Los Angeles' läuft bisher nach Plan, es gibt keinen nennenswerten Protest und keine Kritik. Auch in Paris zeigten Umfragen eine klare Mehrheit der Bevölkerung für die Kandidatur, ein Referendum war ohnehin nie geplant, in der Politik gibt es eine breite Mehrheit für die Pläne. In Ungarn könnte es theoretisch noch zu einer Volksabstimmung kommen, allerdings werden Budapest ohnehin nur Außenseiter-Chancen eingeräumt. dpa/nd

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