Werbung

Chinas bemannter Weg ins Weltall

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Chinas Anfänge in der Raumfahrt waren mühsam und holperig. Schon der Start des ersten nationalen Satelliten »Dong-Fang-Hong« am 24. April 1971 war ein 12-jähriges zähes Mühen und Ringen, behindert von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Turbulenzen beim »Großen Sprung nach Vorn« und der »Großen Proletarischen Kulturrevolution«. Zu einer Zeit, als sich in Europa, Japan und den USA ein enormer Wirtschaftsaufschwung abspielte, fuhr die chinesische Gesellschaft Achterbahn. Dadurch brauchte die bemannte Raumfahrt mehrere Anläufe.

Nach ersten Vorstudien 1966 wurde 1970 die erste Auswahlgruppe zum Training ins Sternenstädtchen nach Moskau entsandt. Doch schon 1971 löste Mao Zedong das Astronautenkorps wieder auf: »Wir sollten uns zuerst um die Angelegenheiten hier auf der Erde kümmern und uns mit extraterrestrischen Dingen etwas später beschäftigen.« Deng Xiaoping, der nach der Kulturrevolution die Raumfahrt in seinem Ressort betreute, hatte zwar großes Interesse an Raumfahrtanwendungen, stoppte aber 1976 das bemannte Raumfahrtprogramm mit der Begründung: »China sollte nicht an einem Wettlauf im Weltraum teilnehmen, stattdessen sollten wir unsere Energie auf die dringend benötigten praktischen Satellitenanwendungen fokussieren.«

10 Jahre später, im April 1986, wurde das Dokument »Grundzüge der Nationalen Hoch-Technologie-Planung« angenommen. Ziel war es, durch die Entwicklung bemannter Raumfahrtkapazitäten technologisch nicht hinter den Rest der Welt zurückzufallen. Der 1992 beschlossene »Plan 921« zementierte die Aufgabe des Baus einer Raumstation als Kernstück bemannter Raumfahrt in China. Das ehrgeizige Projekt bildete den Rahmen für die Entwicklung von Technologien, Raumfahrtinfrastruktur und die Ausbildung der notwendigen Fachleute. Am 20. November 1999 flog die erste unbemannte »Shenzhou«-Mission, drei weitere Testflüge folgten. Die erste bemannte Mission sollte ursprünglich ein dreitägiger Flug mit zwei Mannschaftsmitgliedern werden. Der Flug von Yang Liwei am 15. Oktober 2003 mit »Shenzhou 5« dauerte nur 21 Stunden, doch er machte China zum dritten Land der Erde mit bemannter Raumfahrt. JM

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!