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Gesetzentwurf soll das Autoteilen fördern

Fragen & Antworten zum Carsharing

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Car2go von Daimler oder Drive Now von BMW gehören längst zum Bild auf unseren Straßen. Dahinter stecken Carsharing-Anbieter.
Car2go von Daimler oder Drive Now von BMW gehören längst zum Bild auf unseren Straßen. Dahinter stecken Carsharing-Anbieter.

In den vergangenen fünf Jahren verdoppelten sich die Nutzerzahlen von Teilautos beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf rund 26 000 Nutzer bei Anbietern in der Region. Insgesamt registrierte der Bundesverband Carsharing zu Jahresbeginn mehr als 1,26 Millionen Nutzer - viermal so viel als noch vor fünf Jahren.

Was steht hinter Carsharing?

Carsharing (engl. car »Auto« und share »teilen«), also die abwechselnde, leihweise Nutzung eines Kraftfahrzeugs von mehreren Personen ist ein wichtiger Baustein für eine umwelt- und ressourcenschonende Veränderung im Straßenverkehr, weil es den Besitz eines eigenen Autos besonders in Metropolen für viele überflüssig macht. Carsharing kann auch ein Zweitwagenersatz sein. Gerade für Familienmitglieder, die nur ab und an ein Auto benötigen, bedeutet das Carsharing-Fahrzeug, den eigenen Mobilitätsraum zu erweitern. Nicht zuletzt zählt zu den Vorteilen, dass monatliche Fixkosten für Sprit, Versicherung, Steuern, Parkgebühren oder Wartung gespart werden.

Wie funktioniert Carsharing?

Es gibt mehrere Unterschiede zum klassischen Mietwagen. Man meldet sich beim Anbieter an, kann dann meist rund um die Uhr reservieren und das Auto abholen. Abgerechnet wird nach Nutzungsdauer, wobei der Spritverbrauch inklusive ist.

Was ist zu den Unterschieden zwischen stationsbasierten und stationsunabhängigen Angeboten zu sagen?

Stationsunabhängiges Carsharing erlaubt dem Nutzer, das Auto am Ziel einfach stehenzulassen. Stationsbasierte Anbieter haben dagegen feste Autostandorte, zu denen das Teilauto zurückgebracht werden muss.

Welche Angebote sind gegenwärtig besonders erfolgreich?

Für stationsunabhängiges Carsharing spricht, dass das Auto genauso spontan verfügbar ist wie das eigene Auto. Zuletzt legten vor allem Anbieter ohne feste Station zu, deren Wagen vor allem über die Großstädte verteilt sind. Sie erreichen mehr als 40 Prozent des Angebots. Dahinter stehen vor allem die Autobauer Daimler (Car2go), BMW (Drive Now) und Citroën (Multicity). Die klassischen stationsbasierte Anbieter wachsen vor allem in kleineren Städten.

Der Automobilhersteller Daimler kooperiert als stationsunabhängiger Carsharing-Anbieter mit dem Mietwagenunternehmen Europcar. Die Autos - auch mit Elektromotoren und Hybridantrieb - stehen in 30 Städten in neun Ländern weltweit für knapp zwei Millionen Kunden bereit.

Was steckt hinter dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Carsharing?

Der Ende August von der Bundesregierung vorlegte Gesetzentwurf, der noch in Ländern und von Verbänden sowie im Bundestag und Bundesrat beraten werden muss, zielt darauf ab, Carsharing zu fördern. So soll das Gesetz separate Parkflächen oder kostenfreies Parken für Carsharing-Autos ermöglichen. Der Gesetzentwurf soll es den Ländern ermöglichen, separate Parkflächen für Carsharing-Autos auszuweisen oder solche Fahrzeuge von Parkgebühren zu befreien. Carsharing-Anbietern mit festen Stationen soll an ausgewählten Standorten gestattet werden, Stellplätze in den »öffentlichen Verkehrsraum« zu verlegen. Diese sollen so mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt werden. Das Gesetz wird voraussichtlich 2017 in Kraft treten.

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