Hollande kündigt Ende des »Dschungels« an

Französischer Präsident will sich mit dem Besuch in Calais von Nicolas Sarkozy abgrenzen

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Offizieller Anlass war die Grundsteinlegung für die Erweiterung des Fährhafens. Doch der französische Staatspräsident François Hollande hatte bei seinem Besuch am Montag in Calais noch ein weiteres Anliegen: sich vor Ort ein Bild über die Lage der Einwohner und der Geflüchteten machen. Aus Sicherheitsgründen mied er jedoch das »Dschungel« genannte wilde Camp, wo derzeit 9000 Geflüchtete leben und hoffen, irgendwie nach England zu gelangen.

Hollande dankte den Ordnungskräften für ihren Einsatz in Calais, informierte sich bei Hilfsorganisationen über die Lage der Migranten und sagte den Einwohnern von Calais, wo die örtliche Wirtschaft unter der Unsicherheit und dem Imageverlust der Stadt leidet, Unterstützung zu. Er versicherte, dass bis Jahresende alle Flüchtlinge aus Calais in Auffang- und Orientierungslager evakuiert werden. Dort haben sie die Möglichkeit, einen Asylantrag zu stellen und unter mensch...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.