Erdnüsse bringen zu wenig Auftrieb

Air Berlin ist seit Gründung permanent klamm - und nun wohl kurz vor dem Ende

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer in diesen Tagen einen flüchtigen Blick auf den halbfertigen Flughafen in Berlin-Schönefeld wirft, mag glauben, dass dessen Pannenserie bald ein Ende hat. Seit Wochen nimmt die Anzahl der Flugzeuge am neuen Abfertigungsgebäude zu. Doch eines macht stutzig: Alle Boeings gehören Air Berlin und sie bewegen sich nicht einen Zentimeter. Vor wenigen Tagen überraschte die Airline zudem mit der Ankündung, dass Passagiere ihr Wasser und die angebotenen Erdnüsse künftig selbst bezahlen müssen.

Doch mit solchen Peanuts lassen sich die 447 Millionen Euro, die Air Berlin im letzten Jahr fehlten, nicht einsammeln. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft steht vor einem grundlegenden Schrumpfkurs. Am Ende dieses Prozesses wird sie wohl nur noch 70 Maschinen betreiben, halb so viele wie heute. Air Berlin wolle rund 40 Jets an Eurowings, den Billigableger der Lufthansa, vermieten und denkt über ein erweitertes Kooperationsmodell mit dem Ferie...


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