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Ideale, wozu?

Mozarts »Così fan tutte« in der Deutschen Oper Berlin

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Es spielen mehr Personen, als in Da Pontes Libretto und Mozarts Partitur vorgesehen. Da sind es sechs, dazu ein bisschen Komparserie. Hier sitzt überdies eine Gruppe junger Leute am Rand der Bühne und hat fast nichts zu tun. Wenige Male mengt sie sich in den Reigen der singenden Figuren. In Akt I noch in barocker Montur, tritt sie in Akt II in Alltagsklamotten auf. Der einzige Hinweis auf Gegenwart? Das wäre zu wenig.

Der Fingerzeige gibt es einige. Die Oper »Così fan tutte« ist ein Lehrstück, darin die Verwechslung, die Intrige sich aussingen. Es klärt auf in dem Willen, die Gefühle zweier singender Paare zu verwirren. Dafür sorgen Don Alfonso und Despina. Letztere ist die Dienerin der Paare, ihnen aber eigentlich turmhoch überlegen. Sie ist witzig, sprachfertig und singlustig. Sie spielt sich unter den Fittichen Don Alfonsos wie eine Herrscherin auf, ist also gehörig verdorben. Despina oder auch Despinetta genannt, weil sie so v...


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