Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Aus dem Job in den Job

Grit Gernhardt sieht die wachsende Zahl arbeitender Rentner mit Besorgnis

Arbeiten über die Rente hinaus? Für jeden siebten Ruheständler bundesweit ist das Realität. Dass die Zahl sich in zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, ist nicht nur dem sinkenden Rentenniveau zu verdanken, aber doch zu einem großen Teil. Wer gern arbeiten möchte, bis er es gesundheitlich nicht mehr kann, soll das natürlich tun dürfen. Dass aber zehntausende Rentner sich auch mit fast 70 noch zur Arbeit schleppen müssen, weil sonst ihr Einkommen nicht zum Leben ausreicht, ist absolut inakzeptabel.

Wer jahrzehntelang hart gearbeitet hat, vielleicht noch in einem stressigen und schlecht bezahlten Job, sollte wenigstens im Alter keine beruflichen Verpflichtungen mehr haben. Doch der bundesdeutsche Arbeitsmarkt mit seinem riesigen Niedriglohnsektor und das Rentensystem mit seiner Benachteiligung von Menschen mit einer »gebrochenen Erwerbsbiografie« befördern den Druck auch auf Ältere, sich etwas dazuzuverdienen.

Und noch etwas zeigt sich: Die Unterschiede zwischen dem Arbeitsmarkt in Ost und West wirken sich selbst nach der Rente aus: Wo es bereits für gut qualifizierte junge Menschen keine Arbeit gibt, bekommen Ältere erst recht keine Chance auf einen Job. Wer im Osten unter Altersarmut leidet, muss also damit leben. Nicht mal die zweifelhafte Möglichkeit auf einen Rentnerjob bleibt als Ausweg.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln