Eingeschlossen oder offen?

Régis Debray plädiert für eine Welt ohne Mauern - aber mit Grenzen

  • Von Helge Buttkereit
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Eine Welt ohne Grenzen ist für viele eine Utopie. »Grenzenlos« ist positiv konnotiert und internationale Organisationen nennen sich gerne »ohne Grenzen«. Regis Debray sieht das anders. Für ihn ist die Welt ohne Grenzen eine dumme Idee. Der französische Philosoph, einstiger Wegbegleiter Che Guevaras und spätere Berater von François Mitterand, hat ein »Lob der Grenzen«verfasst.

»Alle Quellen des Lebendigen sind geprägt von Zweideutigkeit«, schreibt er. Auch die Grenze sei ambivalent. Sie kann sowohl den Frieden bringen als auch Krieg auslösen. Die Grenze bringe Kultur und helfe Verfolgte zu schützen. Sie ist wie eine Haut, die er als Schnittstelle zwischen Organismus und Außenwelt beschreibt. Die Haut aber sei ebenso wenig ein wasserdichter Vorhang wie die Grenze eine Mauer ist. »Die Mauer verbietet den Durchlass; die Grenze reguliert ihn«, heißt es bei Debray. Allerdings wäre eine durchlässige Grenze ein Widerspruch in sich. »Sie i...

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